"Die Lieder der Anderen"

Song-Spotlight: GRAS

In den späten 90ern als ich den Namen Gundermann zuerst sah, auf den Plakaten für sein letztes Album, da habe ich ihn völlig ignoriert. Mit ostdeutscher Musik hatte ich nicht viel am Hut. Solange ich Musik gehört hatte, war mein Blick und Ohr immer nach England und Amerika ausgerichtet gewesen, zu den Beatles, Neil Young und Tom Petty. Mit Gundermann änderte sich das erst, als ich den Film von Andreas Dresen über ihn sah. Die Band die im Film verwendet wurde, hatte die Musik entstaubt und brachte Gundermanns Texte, die ich zum ersten Mal wirklich wahrnahm, großartig zur Geltung. Den Song „Gras“ habe ich immer etwas anders verstanden, als er wohl gemeint war. Nicht als Akzeptanz der Kreisläufe des Lebens, sondern als die Unausweichlichkeit der Zurechtstutzung jugendlicher Ideale.

(im Original von Gerhard Gundermann)

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Gras (Gerhard Gundermannn)

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